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Meine Philosophie

Bewegung = Leben + Überleben

Unsere Urahnen waren gezwungen, mit großem Körpereinsatz ihren Lebensalltag zu bestreiten. Bei allen ihren Tätigkeiten, beim Jagen, Beeren sammeln, Feuerholz bearbeiten und herantragen etc. nutzten sie ihren Körper so, wofür er eigentlich geschaffen war und noch immer ist. Beim Anschleichen bewegten sie sich leichtfüßig nur auf den Zehenspitzen, rennend mussten sie sich vor wilden Tieren auf die Flucht begeben, behände auf einen Baum klettern und in die Hocke gehen für die Notdurft. Der Blick wechselte häufig zwischen Nah und Fern. Sie trainierten ihre Muskeln, waren ausdauernde Läufer und dementsprechend perfekt war ihr Lungenvolumen ausgebildet.

Auch heutzutage sind unsere körperlichen Bedingungen denen aus der Steinzeit sehr ähnlich. Nur unsere Lebensweise hat sich stark verändert.

Es ist nicht natürlich, dass wir 24 Stunden am Tag Zugang zu Nahrung haben und dies auch großenteils nutzen. Die westliche Gesellschaft besinnt sich zurzeit auf das Intervallfasten, z.B. 16:8, bei dem während eines Zeitraums von acht Stunden gegessen werden kann und dann 16 Stunden ohne Nahrungsaufnahme vergehen. So können wichtige Reparaturarbeiten an den Körperzellen vorgenommen werden, die sogenannte Autophagie, es werden Fett ab- und Muskeln aufgebaut. Unsere Vorfahren wurden durch diesen Nahrungsentzug besser gerüstet für die nächste Jagd und notwendige Beutezüge.

Es ist nicht natürlich, dass wir Deutschen neben kurzen Aktivitätsphasen im Schnitt 6,5 Stunden pro Tag sitzen. Jeder Fünfte verbringt sogar neun Stunden oder mehr auf dem Stuhl oder im Sessel. Nach einer TK-Studie mit dem Titel „Deutsche sitzen in der Bewegungsfalle - Sitzen, glotzen, ruhen“ verbringt die Hälfte der Deutschen ihr Leben im Energiesparmodus. Dies erklärt die immer häufiger werdenden Beschwerden im Rücken, in den Schultern, den Beinen, auch schon bei jungen Menschen.

Natürliche Lebensweise  = Gesundheit

Wenn wir Kinder sind und naturverbunden aufwachsen, nutzen wir noch unser ganzes Bewegungspotential. Wir schlagen Purzelbäume, drehen Räder, üben im Handstand zu laufen und schaukeln wild. Wenn wir das in späteren Jahren probieren, wird uns dabei meist schwindlig, weil unser Gleichgewichtssinn nicht mehr trainiert ist. Diese Fähigkeiten kann unser Körper schnell wieder erwerben, nur müssen wir uns darum bemühen: Trampolin hüpfen, schaukeln, uns im Kreis drehen wie bei den „5 Tibetern“, springen oder rennen.

Unsere Hüften und Schultern sind Kugelgelenke, angelegt ist hier ein riesiger Bewegungsspielraum. Wenn wir diesen jedoch nicht nutzen, die Arme nur vor dem Oberkörper einsetzen, friert die Schulter ein zur „Frozen Shoulder“. Die eingeschränkte Hüftöffnung lässt Beschwerden und Schmerzen in der LWS entstehen. Das körperliche Motto funktioniert nach einem sehr ökonomischen Prinzip: „use it, or loose it! Muskeln, die nicht genutzt werden, werden abgebaut, Faszien, die nicht bewegt werden, verfilzen und so degeneriert unser Körper immer mehr. Doch das muss nicht sein. Es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir beweglich und schmerzfrei älter werden möchten oder nicht bereit sind, dafür etwas zu tun.

Prägung durch das Elternhaus

Ich bin als älteste Tochter des „Kräuter-Sepp“ in Würzburg aufgewachsen. Mein Vater war, wie auch schon mein Großvater, mit seinem Geschäft, das eine Mischung zwischen Reformhaus und Drogerie darstellte, eine Institution in Würzburg. Wer gesundheitliche Probleme hatte und oft auch mit Ärzten nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte, wand sich an meinen Vater, der Empfehlungen für die Gesundheit aussprach, Kräutertees mischte und homöopathische Arzneien mit nach Hause gab. Von ihm habe ich gelernt, dass Ärzte zwar hilfreich sind, wenn man z.B. einen Unfall hat, dass es aber bei Alltagsbeschwerden selbstverständlich ist, sich selbst zu helfen. So war es für uns als Kinder normal, dass meist schon beim Frühstück Tabletten aus der Natur neben dem Teller lagen, um damit möglichen Defiziten vorzubeugen oder uns wieder gesund zu machen. Chemische Mittel waren im Hause Witt verpönt.

Eigenverantwortlichkeit für die Gesundheit

Durch diese Vergangenheit ist mir nichts ferner, als mir von außen den Umgang mit meinem Körper aus der Hand nehmen zu lassen. Nur als Beispiel: ich kann mir persönlich nicht vorstellen, eine Brille zu tragen. Nicht aus Eitelkeit, aber die Tatsache, dass ich dadurch niemals bessere Augen bekommen würde, sondern im Gegenteil, sich meine Sehkraft mehr und mehr verschlechtern würde, macht für mich keinerlei Sinn. Stattdessen trainiere ich mit wenig zeitlichem Aufwand meine Augen und leite auch beim Yoga dazu an. Denn Muskel erschlaffen ohne Training, nicht nur am Trizeps oder anderen großen Muskeln, sondern natürlich auch in den Augen.

Das Auftreten eines Karpaltunnelsyndroms ist einfach zu therapieren, es werden die überbeanspruchten und angeschwollenen Sehnen gedehnt und so wieder mehr Raum in der Sehnenscheide geschaffen, der Nerv kann sich erholen. Nach Operationen treten die Beschwerden oft schon nach wenigen Monaten erneut auf.

Deutschland ist ein Land überflüssiger Knie- und Rückenoperationen. Die Tageszeitung DIE WELT wies 2014 darauf hin, dass merkwürdigerweise „vor allem […] immer jene Operationen in Mode zu kommen [scheinen], die den Kliniken viel Geld einbringen.“ In den allermeisten Fällen liegt hier Überspannung in den angrenzenden Muskeln und Faszien vor, die durch Engpassdehnungen reduziert werden können. So verschwindet der Schmerz schnell, oft schon nach der ersten Übungsabfolge. Es ist nachvollziehbar, dass Muskeln und Sehnen, die im Alltag nur beansprucht werden, ohne eine entsprechende Dehnung herbeizuführen, verkrampfen, verkürzen, anschwellen oder sich entzünden. Dieses Wissen über die Zusammenhänge konnte ich mir unter anderem 2017 in einer Fayo-Trainer-Ausbildung bei den Schmerztherapeuten Liebscher & Bracht in Homburg a. d. Höhe aneignen und wende es in meinem Unterricht regelmäßig an.

 

Meine Vision

Gerne möchte ich dir viele unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigen, wie du deine körperlichen Dysbalancen ausgleichen kannst. Ich unterstütze dich darin, deine Körperhaltung immer wieder bewusst wahrzunehmen und gegebenenfalls zu korrigieren, deine Atmung zu spüren und damit dich und deine Lebensenergie zu steuern. Wenn du im Stress bist, sind deine Muskeln angespannt, deine Atmung wird flach, die Sauerstoffversorgung verschlechtert sich. Deshalb ist, neben der Stärkung der Muskulatur, für mich Schwerpunkt in deren Dehnung, denn gedehnte Muskeln sind auch straffe Muskeln! Wenn du muskulär, u.a. mit Hilfe von Atemtechniken, entspannen und, dich in deinem Körper wohlfühlen kannst, gelingt es auch deinem Geist und deiner Seele loslassen. In dieser Freiheit für dich liegt der Fokus meiner yogischen Arbeit.

 

 

Quellen:

Dr. Kazuhiro Nakagawa: Augen-Yoga u.a. Publikationen

www.liebscher-bracht.com/schmerzlexikon

Kurt-Martin Mayer: „Drei von vier Operationen sind unnötig. Das Knie, der ewige Patient.“ In: FOCUS Magazin 17 (2017)

Pia Heinemann: „Kliniken sanieren sich mit sinnlosen Operationen.“ In: DIE WELT Online (2014)

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YOGA Meister

Susanne Meister
Müllersweg 6
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